Christian Lifestyle, Givici Blog

Du willst glücklich sein?

Du willst glücklich sein? Dann sei es!

Büroandacht 04.04.2019
Wir alle haben doch irgendwo das Bedürfnis, glücklich zu sein. Das ist keine
grundlegende Charaktereigenschaft von Christen, sondern von Menschen. Ich selbst habe mich viel mit dem Thema beschäftigt. Im Kern wollte ich immer glücklich sein, habe aber oft genug Gründe gefunden, warum ich das für den jeweils aktuellen Moment pseudo-objektiv nicht konnte. Mit dem Ergebnis: Ich hätte es ohne Probleme und völlig gerechtfertigt gekonnt.

Doch gibt es ein Rezept zur Glückseligkeit? Definitiv! Man muss nur mal in die
Bergpredigt oder allgemein Worte von Jesus schauen. Gott will ja, dass es uns gut geht und es gibt deswegen mannigfache Ratschläge. Auf der einen Seite gibt es das Gesetz. Regeln, die uns schützen sollen vor dem Bösen, vor schlechtem Einfluss oder auch vor uns selbst. Doch was, wenn es mal nicht läuft? Da hat Paulus im Philipperbrief eine bemerkenswerte Passage zu geschrieben:

4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! 5 Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!
6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.
8 Weiter, Brüder und Schwestern: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht!
9 Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.

Paulus hatte keinesfalls ein einfaches Leben. Nicht nur, dass er vor seiner Bekehrung Christen verfolgt hat und deswegen einen ordentlichen Rucksack zu tragen hatte, er wurde auch selbst um seiner Mission wegen verfolgt, eingesperrt und geknechtet. Und trotzdem schreibt er „Freut euch im Herrn allewege“? Und das nicht nur hier, Paulus spornt an vielen Stellen dazu an, glücklich zu sein. Doch was will er uns genau damit sagen?

1. Akzeptiere dich selbst im Hier und Jetzt (Vers 4 und 5)

Ein Satz, den man fast zu oft hört – aber es gibt da kein „zu oft“. Du bist genug! Du bist geliebt! Und wenn dir das einmal nicht klar sein sollte, dann vergewissere dich daran, dass du Gottes Kind bist und dass du durch Christus befreit bist von alledem, was dich davon abhalten könnte. Und das tolle ist: Man merkt es euch auch an. Ich erinnere mich gerne daran zurück, wo ich mein Leben Jesus gegeben hatte. Ich wusste im Kern gar nicht mal genau, auf was ich mich da einlasse, aber ich spürte auf einmal diese Freiheit im Herzen. Und klar, wir Christen wollen gut und gerne anderen Menschen das Evangelium auf den Kopf hauen, aber oftmals sollen wir auch einfach nur da sein und spüren lassen, wie angenehm das Leben mit Jesus doch ist. Klar, es ist nicht immer leicht, aber es tut so gut!

2. Lege deinen Fokus auf geistiges Wachstum (Vers 6 bis 8)

Paulus nennt ein paar christliche Grundprinzipien, die man so alle schon mehrfach gehört hat. Aber was hier besonders wichtig ist, ist dass da immer noch ein „Mehr“ ist.

„Sorgt euch um nichts“ ist so eine Aussage, die man sich echt auf der Zunge zergehen lassen muss. Doch meint Paulus das ernst? Sicherlich sollen wir nach wie vor realistisch mit unserem Leben umgehen. Aber zu unserem Realismus gehört auch, dass für Gott nichts unmöglich ist. So wie er will, dass es uns gut geht, so ist er auch an unseren Bedürfnissen, Nöten und Ängsten interessiert. Und wer, wenn nicht Gott, hat da einen Plan für uns? Ist es nicht eine geniale Zusage, dass Gott sich um alles dies kümmern möchte und wir daran wachsen dürfen? Dies geschieht einerseits im Gebet, andererseits in Gemeinschaft.

Gleichzeitig sollen wir selbst uns auf gute, konstruktive Worte fokussieren. Mitnichten sollen wir dadurch in eine gefühlte Ponywiese verfallen, sondern das fördern, was gut ist. Wir alle wollen doch für unsere guten Werte, Werke und Worte gelobt werden, oder? Und man hat noch niemandem aufgebaut, indem man nur seine Schwächen pulverisiert. Ich bin zugegebenermaßen ein ziemlich guter Korinthenkacker, aber mittlerweile frage ich mich, ob ich das wirklich sein will. Paulus schreibt dazu auch im zweiten Timotheusbrief (2,24): „Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, der in Sanftmut die Widersacher zurechtweist“. Wenn wir anfangen, dieses Mindset gegenüber anderen, aber auch gegenüber uns selbst im Herzen aufzunehmen und zu leben, dann geben wir Gott auch viel mehr Freiraum, zu wirken. Das muss ja auch nicht unmittelbar sein und oftmals sind es bekanntlich die kleinen Dinge im Leben, die wirklich zählen, aber essentiell sind. Vor allem möchte ich betonen, dass wir so eben auch mit uns selbst umgehen sollen. Wenn wir uns selbst für unsere Fehler, miesen Charakterzüge und schlechte Gedanken direkt verdammen, so verbarrikadieren wir uns hinter
Schützengräben. Und dann bringt es auch nichts, wenn wir selbst durch Gott von innen heraus leuchten wollen oder eben das Leuchten in der Welt sehen wollen, wenn wir in unserem kleinen, unfeinen Schützengraben festhängen.

3. Wird Freude gelebt, dann vermehrt sie sich (Vers 9)

Alles multipliziert sich. Das ist ein geistiges und biologisches Prinzip. Und die schönste Verheißung ist „Gott wird mit euch sein“. Oftmals fragt man sich „Eh Gott, wo bist du?“. Und das im Wissen, dass er doch eh da ist, man ihn nur nicht findet. Es scheitert am Ende doch nur an uns selbst. Aber wenn wir eins mit ihm sind, uns in einer aufbauenden und ermutigenden Atmosphäre befinden und diese vor allem auch selbst prägen, dann wirkt Gott weit über unsere Vorstellung hinaus.

Die Kernaussage ist hier „das tut“. Also nicht nur lesen, verstehen und merken, sondern auch umsetzen. Alles andere wäre ja auch zu einfach. Aber auch hier  will Gott uns nicht überfordern. Wenn wir kleine Schritte gehen müssen, wenn wir einen schweren Rucksack mit uns herumschleppen, wenn wir vielen toxischen Situationen ausgesetzt sind – dann wird Gott uns auch nicht von heute auf morgen verbiegen wollen. Das würden wir als Menschen auch gar nicht bewältige können. Gott stellt uns
immer nur die Hürden auf, die wir überwältigen können.

Und vor allem meine Ermutigung für den Schluss: Wenn ihr Gutes tun wollt, dann wird Gott mit euch sein. Denkt nicht, dass wenn ihr einen Menschen auf dem Herzen habt und ihr ihm mal richtig Gottes Wesen nahebringen wollt, dass der Herr euch da nicht im kalten Wasser begleitet. Selbst, wenn er nicht eurer Nummer-Eins-Fokus für den Moment sein sollte, Gott ist mit euch. Und lernt nicht nur von Paulus, sondern auch von anderen tollen Menschen und auch von euch selbst. Konzentriert euch darauf, eben dieses Gute weiterzugeben.

So komme ich dann auch zum Ende. Die Quintessenz ist: Umgib dich mit freudevollen Menschen und Dingen. Lass Gott zu dir sprechen und vor allem: habe einen positiven Blick auf die Welt. Eben diesen liebevollen und hilfsbereiten Blick, den Jesus auch auf die Menschen hat. Glückseligkeit ist in Gott und damit für jedermann zugänglich. Lasse dich darauf ein, es wird dein Leben verändern!